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Schularten
Grundschule Gymnasium Mittelschule Realschule
Jahrgangsstufen
3 4 5
Altersstufen
Primarstufe Sekundarstufe I
Fächer
Heimat- und Sachunterricht Deutsch Kunst
Fachgruppen
Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften MINT musisch-gestaltender Bereich Sprachen
Zeitdauer
4 UE
Hardware
Kamera PC/Laptop Tablet
Software
Cloudspeicher
Digitale Welt
Lebensweltnahe Aufgabenstellung
Individuum
Möglichkeit der Selbststeuerung von Lernort, -Tempo und -Zeitpunkt Autonomie bei der Wahl der Lerninhalte / Gegenstände und ggf. der Lernziele
Weg und Ziel
Aufgabenstellung, die kreative Lösungswege ermöglicht Erstellen eines digitalen Artefakts Digitale Medien zur Dokumentation / Bearbeitung
Grundschule | Heimat- und Sachunterricht 3/4 | 2.1 Körper und Entwicklung
  • Kompetenzerwartungen
    • beschreiben Aufbau, Funktionsweise und Schutz des Auges.
Grundschule | Deutsch 3/4 | 2.1 Über Leseerfahrungen verfügen
8 Medienbildung/Digitale Bildung
1.1 Medienangebote und Informatiksysteme (Hardware-, Software und/oder Netzwerkkomponenten) sach- und zielorientiert handhaben
3.2 Analoge und digitale Werkzeuge zur effektiven Gestaltung kollaborativer als auch individueller Lernprozesse verwenden und Resultate mit anderen teilen
5.4 Potenziale und Risiken der Digitalisierung und des Mediengebrauchs für das Individuum und die Gesellschaft beurteilen

Optische Täuschungen selbstgemacht

In dieser Digitalen Lernaufgabe (DigLA) erstellen Schülerinnen und Schüler selbst Fotos oder gemalte Bilder zu optischen Täuschungen. Dabei werden sie motiviert mit der Kamera oder dem Stift zu forschen, wie man das menschliche Auge austricksen kann. Die Aufgabe verbindet Wissen aus dem Sachunterricht zum Thema Auge mit dem Kompetenzbereich der digitalen Bildung. Mit Freude und Motivation können die Lernenden auf diese Weise der Fotografie und ihrer Wirkungsweise begegnen.

Die DigLA lässt Grundschulkinder Wissen zum Auge bzgl. seiner Funktionsweise aus dem Heimat- und Sachunterricht der 3./4. Jahrgangsstufe sowie den Lernbereich „Visuelle Medien“ aus dem Fach Kunst praktisch anwenden. Zuerst werden gemeinsam in der Klasse optische Täuschungen angesehen und deren Entstehung besprochen. Als entscheidendes Kriterium lernen die Schülerinnen und Schüler die Kameraeinstellung kennen. Im Anschluss ist das eigene Tun gefragt und die Kinder erstellen Fotos und Bilder. Hierbei müssen sie viel Geduld aufbringen und benötigen oft mehrere Versuche. Allerdings bringen beinahe alle Kinder Vorwissen bezüglich der Fotografie mit mobilen Endgeräten mit, was in Hinblick auf das Tun von Vorteil ist.

Die vorliegende Aufgabe leitet die Schülerinnen und Schüler an, kreativ und selbstständig ein digitales Artefakt zu planen, zu gestalten und zu präsentieren. Bei Präsenzunterricht ist diese Aufgabe für kollaboratives Arbeiten sehr geeignet, da mehrere Ideen zusammengetragen werden können und das Fotografieren erleichtert wird. Spielerisch wird das digitale Können der Kinder gefördert. Ferner wird den Kindern deutlich, dass Fotos täuschen können und sie nicht immer die Realität darstellen. Infolgedessen lernen sie Aufnahmen kritisch zu hinterfragen und Fragen zur Echtheit eines Fotos zu stellen, wodurch das Analysieren und Reflektieren der Medienbildung in den Fokus rückt.

Die Digitale Lernaufgabe begleitet die Schülerinnen und Schüler über mehrere Unterrichtszeiteinheiten.

Insgesamt gliedert sich die Aufgabe in etwa drei Hauptphasen.

Phase 1:

Beispiele der Lehrkraft
Beispiele der Lehrkraft für optische Täuschungen CC BY-SA 4.0 ISB | AK Mediales Gestalten GMFI, Florian Schenk

Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler in die neue Aufgabe eingeführt. Es werden optische Täuschungen in einer Präsentation vorgestellt. Hierbei finden sich sowohl Fotos als auch gezeichnete Bilder. Erstellte Beispiele der Lehrkraft bieten zudem eine Vorbildwirkung für die Klasse. Im Anschluss an die Einführung machen die Kinder, in einer kurzen Testphase, Fotos und probieren eigene optische Täuschungen in Partner- und Gruppenarbeiten aus. Danach findet eine Arbeitsrückschau mit Blick auf die Ergebnisse statt. Schließlich wird deutlich, dass die Kameraeinstellung entscheidend ist. Für diese werden Tipps gesammelt und festgehalten. Weiter werden mögliche Ideen für Motive in einem gemeinsamen Brainstorming gesammelt. Zudem können Kriterien festgelegt werden, die für eine gelungene optische Täuschung entscheidend sind, beispielsweise Belichtung und Fotoschärfe. Diese können auch auf einem Plakat festgehalten werden.

Phase 2:

In einem nächsten Schritt geht es um das eigentliche Fotografieren der Motive. Die Umsetzung ist an einem darauffolgenden Tag möglich. Sobald die Schülerinnen und Schüler passende Motive gefunden haben – sowohl mit Personen, als auch Gegenständen aus Alltag und Natur denkbar – halten sie diese mit der Tabletkamera fest. Ratsam ist hierbei die Zusammenarbeit mit anderen Kindern, weil sie sich gegenseitig beim Fotografieren unterstützen können. Das Fotografieren ist ebenso als Hausaufgabe möglich. Zudem können auch Beispiele gezeichnet und dann abfotografiert werden.

Phase 3:

Beispiele der Lernenden für optische Täuschungen
Beispiele der Lernenden für optische Täuschungen CC BY-SA 4.0 ISB | AK Mediales Gestalten GMFI

Zum Abschluss der Aufgabe präsentieren die einzelnen Schülerinnen und Schüler oder Gruppen ihre Ergebnisse vor dem Klassenverband. Die Klasse gibt nun Feedback anhand der gemeinsam aufgestellten Kriterien. Letztlich könnte sich eine weitere Phase zur Verbesserung der Fotos anschließen. Die Vorstellung der Ergebnisse kann ebenso an einer Schulausstellung, einem Schulfest oder einem Elternabend stattfinden. Zudem könnten die gesammelten Werke zu einem Buch gebunden werden. Für das Präsentieren der Fotos ist es wichtig, dass die Lehrkraft diese bekommt, um sie an der Tafel oder auf der digitalen Lernplattform präsentieren zu können.

Die Lehrkraft sollte im Vorfeld Beispiele für optische Täuschungen sammeln. Ferner wäre es motivierend, wenn die Lehrerinnen oder Lehrer selbst eigene Bilder erstellen. Diese lassen sich in eine Präsentation einbauen. Weiter kann sich die Lehrkraft bereits wichtige Kriterien für die später entstehenden Produkte überlegen und diese vorbereiten.

Unterhalb finden Sie eine illustrierte Kurzanleitung (PDF), u. a. mit weiteren Beispielen von Schülerinnen und Schülern.

Die Aufgabe kann sowohl in der Schule als auch komplett zu Hause stattfinden und Schülerinnen und Schüler bekommen über die Lernplattform, die Videokonferenz oder ein Lernvideo die nötigen Informationen.

Bei der Arbeit zu Hause könnten die Schülerinnen und Schüler auf das eigene oder das Gerät der Eltern zurückgreifen. Geschwister und Eltern könnten bei der Fotografie unterstützen.

Um die Arbeit mit der Aufgabe zu vertiefen, könnten Schülerinnen und Schüler mit Bildbearbeitungsprogrammen Effekte hinzufügen oder Bildfarben, Helligkeit und Schärfe ändern. Dies wäre eine Differenzierungsmöglichkeit für kompetente und technisch versierte Kinder. Letzten Endes bietet diese Aufgabe eine natürliche Differenzierung, da der Schwierigkeitsgrad bezüglich der Motivauswahl selbstbestimmt ist.

Beispiele für gezeichnete optische Täuschungen
Beispiele für gezeichnete optische Täuschungen CC BY-SA 4.0 ISB | AK Mediales Gestalten GMFI

Die technische Ausstattung sollte mit Digitalkameras oder mobilen Endgeräten wie Tablets gewährleistet sein. Tablets sind von den Kindern intuitiv bedienbar und besitzen standardmäßig eine Kamera sowie eine passende Kamera-App. Ist die Geräteanzahl im Klassenzimmer gering, sollte in Gruppen gearbeitet werden. Eine weitere Möglichkeit wäre das Zeichnen eigener Bilder. 

Sollten die Fotos über den Klassenverband hinaus veröffentlicht werden, muss die Genehmigung der Erziehungsberechtigten eingeholt werden, insbesondere dann, wenn das Gesicht des Kindes zu sehen ist.

Material der Lernaufgabe

Beispielbild einer selbst erstellten optischen Täuschung
Kurzanleitung zur Aufgabe "Optische Täuschungen selbstgemacht" (PDF)

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