Zu Inhalt springen Zu Fußbereich springen
Schulart
Gymnasium
Jahrgangsstufe
11
Altersstufe
Sekundarstufe II
Fach
Chemie
Fachgruppe
MINT
Zeitdauer
1 UE Wird der Kurs durch Schülerexperimente begleitet verlängert sich die Dauer um 1 bis 2 Stunden
Hardware
PC/Laptop Smartphone Tablet
Software
ByCS-Lernplattform
Individuum
Möglichkeit der Selbststeuerung von Lernort, -Tempo und -Zeitpunkt Autonomie bei der Wahl der Lerninhalte / Gegenstände und ggf. der Lernziele
Gymnasium | Chemie 11 (NTG) | 2 Lebensmittelchemie
  • Kompetenzerwartungen
    • vergleichen ausgewählte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln anhand des submikroskopischen Baus, um sie den Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fette und Proteine) und Mikronährstoffen zuzuordnen und deren Bedeutung für den menschlichen Körper zu beschreiben.
    • führen experimentelle Untersuchungen an Lebensmitteln durch, um Makronährstoffe und weitere Bestandteile nachzuweisen.
    • wählen geeignete Verfahren aus, um den Gehalt von Lebensmittelinhaltsstoffen experimentell zu bestimmen.
    • charakterisieren ausgewählte Kohlenhydrate aufgrund des Molekülbaus als Mono-, Di- und Polysaccharide und begründen deren chemische und physiologische Eigenschaften u. a. mithilfe des Struktur-Eigenschafts-Konzepts.
    • erklären die Bedeutung von Fetten und fetten Ölen für die Ernährung mithilfe der Zusammensetzung und Struktur von Fett-Molekülen.
    • beschreiben die allgemeine Grundstruktur von L-2-Aminocarbonsäure-Molekülen, leiten daraus den allgemeinen Aufbau von Protein-Molekülen ab und beschreiben deren Bedeutung für den menschlichen Körper.
    • vergleichen verschiedene Möglichkeiten der Lebensmittelauswahl bezüglich der chemischen Zusammensetzung der Nahrung und bewerten diese im Hinblick auf Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit, z. B. Klimawandel. Dabei berücksichtigen sie kontroverse Vorstellungen zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, tradiertem Wissen und Ernährungstrends.
  • Inhalte zu den Kompetenzen
    • Zusammensetzung von Lebensmitteln: Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine; charakteristische funktionelle Gruppen), Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralsalze), Ballaststoffe, Sekundäre Pflanzenstoffe, Zusatzstoffe (z. B. Konsistenzgeber, Farbstoffe, Konservierungsmittel)
    • experimentelle Nachweise von Kohlenhydraten oder Süßungsmitteln in Lebensmitteln z. B. mittels Fehling-Probe, Silberspiegel-Probe, GOD-Test, Cer(IV)-ammoniumnitrat-Test, Dinitrophenylhydrazin-Test, Schiffsche-Probe, Seliwanow-Probe; ggf. Dünnschichtchromatographie
    • glykosidische Bindung; Disaccharide (z. B. Maltose, Trehalose, Saccharose, Lactose, Cellobiose), reduzierende und nicht-reduzierende Disaccharid-Moleküle
    • Polysaccharide: Stärke (Amylose und Amylopektin), Glykogen, Cellulose, ggf. Inulin
    • Fette: molekularer Bau, Bedeutung für die Speicherung und Freisetzung von Energie, Bedeutung für eine gesunde Ernährung (z. B. essenzielle Fettsäuren, Fettsäuremuster, gehärtete Fette)
    • Proteine: Aufbau aus 2-Aminocarbonsäure-Bausteinen, Peptidbindung, molekularer Bau von L-2-Aminocarbonsäuren (Aminogruppe, Carboxygruppe, allgemeiner Rest), Hinweis auf essenzielle 2-Aminocarbonsäuren, Funktion als Baustoffe, Enzyme
    • Vergleich verschiedener Möglichkeiten der Lebensmittelauswahl im Hinblick auf Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit: ausgeglichene Energiebilanz, Massenanteil und energetischer Anteil von Makronährstoffen, Ballaststoffen und Wasser (u. a. Einsatz von Tabellenkalkulationssoftware), Energiedichte, essenzielle Nahrungsbestandteile (u. a. Wasser), ökologischer Fußabdruck
1.3.1 Grundlegende Kompetenzen im Handlungsfeld Gesundheit
1.3.2 Grundlegende Kompetenzen im Handlungsfeld Ernährung
1.3.5 Grundlegende Kompetenzen im Handlungsfeld Umweltverhalten
1.3.4 Grundlegende Kompetenzen im Handlungsfeld Selbstbestimmtes Verbraucherverhalten
1 Alltagskompetenz und Lebensökonomie
15 Werteerziehung
3 Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen)
5 Gesundheitsförderung
9 Ökonomische Verbraucherbildung
1.1 Medienangebote und Informatiksysteme (Hardware-, Software und/oder Netzwerkkomponenten) sach- und zielorientiert handhaben

Nährstoffe und Nachhaltigkeit

Die Schülerinnen und Schüler wenden in dieser digitalen Lernaufgabe ihr Wissen über Aufbau, chemische Eigenschaften und Nachweisverfahren der drei Makronährstoffe Proteine, Fette und Kohlenhydrate an, indem sie Kuhmilch und pflanzliche Milch-Drinks auf ihren Nährstoffgehalt hin untersuchen. Anschließend bewerten sie im Rahmen eines angeleiteten ethischen Bewertungsprozesses nach dem WAAGER-Modell Kuhmilch und pflanzliche Milch-Drinks im Bezug auf ihre Nachhaltigkeit.

Screenshot aus dem Kurs: Kursstruktur CC BY-SA 4.0 ISB Chemie
Screenshot aus dem Kurs: Themen CC BY-SA 4.0 ISB Chemie
Screenshot aus dem Kurs: Beispielaufgabe CC BY-SA 4.0 ISB Chemie
Screenshot aus dem Kurs: Beispielaufgabe CC BY-SA 4.0 ISB Chemie
Screenshot aus dem Kurs: Beispielaufgabe CC BY-SA 4.0 ISB Chemie

Im LehrplanPLUS ist der Kompetenzbereich Bewerten in allen Jahrgangsstufen im Fach Chemie verankert. Auch im Abitur nehmen Aufgaben hinsichtlich der Bewertungskompetenz einen zunehmend höheren Stellenwert ein. Eine Möglichkeit, den Bewertungsprozess im Unterricht zu üben und zu strukturieren, liefert das WAAGER-Schema (Wahrnehmen, Analysieren, Argumentieren, Gewichten, Entscheiden, Reflektieren), das in dieser digitalen Lernaufgabe angewendet wird. Dazu vergleichen die Lernenden die Nachhaltigkeit von Kuhmilch und pflanzlichen Milch-Drinks.

Mit der Fragestellung „Welche ,Milch' soll im Schülercafé unserer Schule für die Zubereitung von ,Latte-Getränken' wie Cappuccino, Chai oder Kakao angeboten werden?", startet die Unterrichtseinheit. In einem ersten Teil werden die verschiedenen Pflanzendrinks (z. B. Hafer, Soja etc.) auf ihren Nährstoffgehalt untersucht (als Schülerübung oder über interaktive Aufgaben möglich). Anschließend durchlaufen die Lernenden den ethischen Bewertungsprozess nach dem WAAGER-Modell. Dazu wird ihnen eine Vielzahl an Materialien bereitgestellt, um den Bewertungsprozess sowohl mit Fachwissen als auch mit ethischen Argumenten zu stützen.

Der Kurs ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil (Ist „Milch” gleich „Milch”?) werden Kuhmilch und pflanzliche Milch-Drinks im Bezug auf ihre Nährstoffzusammensetzung untersucht. Dies kann in Schülerexperimenten oder im Rahmen von digitalen Lernaufgaben erfolgen.

Im zweiten Teil (Welche „Milch” soll es sein?) durchlaufen die Lernenden einen ethischen Bewertungsprozess nach dem WAAGER-Modell. Im Rahmen einer Vielzahl an interaktiven Aufgaben wird Fachwissen zur Nachhaltigkeit von Kuhmilch und pflanzlichen Milch-Drinks erarbeitet. Ebenso stehen interaktive Aufgaben zum Aufbau eines ethischen Arguments (deskriptive Aussage, normative Aussage und Schlussfolgerung) bereit.

Der Kurs „Nährstoffe und Nachhaltigkeit“ ist als Aufbaukurs des Kurses „Nachweis von Nährstoffen“ zu sehen. Es wird dringend empfohlen, den zuletzt genannten Kurs als Erstes mit den Schülerinnen und Schülern zu bearbeiten bzw. die eigenen Unterrichtsinhalte mit den Inhalten des Kurses „Nachweis von Nährstoffen” abzugleichen.

Weitere Aufgaben aus dem Zielbereich

Alle ansehen (85)

Orientierung im Zahlenraum 1000

In dieser Digitalen Lernaufgabe (DigLA) werden verschiedene Übungsaufgaben zur Orientierung im Zahlenraum bis 1000 angeboten. Die Lernenden verwenden unter anderem verschiedene Darstellungsformen, sie zerlegen Zahlen und ordnen diese.

Selbstlernkurs Klingel

In dieser Digitalen Lernaufgabe (DigLA) lernen Schülerinnen und Schüler selbstgesteuert den Aufbau einer einfachen Relaisschaltung nachzuvollziehen und zu präsentieren. Eine alte in ihre Einzelteile zerfallene Klingel soll im Verlauf der Unterrichtseinheit wieder zusammengesetzt werden.

Nachweis von Nährstoffen

Diese Digitale Lernaufgabe (DigLA) behandelt die Struktur und chemischen Eigenschaften der drei Makronährstoffe Proteine, Fette und Kohlenhydrate sowie deren Nachweisverfahren. An vielen Stellen finden sich Hinweise auf Experimente.

Grammar Revision Year 5

In dieser Digitalen Lernaufgabe (DigLA) für das 2. Lernjahr bieten interaktive Videos und Übungen zum „simple and progressive aspect“ Lernenden die Möglichkeit, ihren Wiederholungsbedarf bei Sprachstrukturen zu erkennen.

Lernen am Modell

In dieser Digitalen Lernaufgabe (DigLA) können die Schülerinnen und Schüler die Begriffe und Zusammenhänge der sozialkognitiven Theorie nach A. Bandura am Beispiel einer Situationsbeschreibung üben.

Zu Seitenstart springen Über mebis